Seite auswählen
Die Welt der Glasknöpfe

Die Welt der Glasknöpfe

Glasknöpfe als weit zurückreichendes Designelement

Sie funkeln wie edle Diamanten, ziehen den Blick magisch an und sorgen – an der richtigen Stelle des Stoffes platziert – für das einzigartige Highlight an Deiner Kleidung: Die Rede ist von Glasknöpfen. Die kommerzielle Verwendung von Glas als Dekorationselement ist ein neumodernes Phänomen. Gläser für Fenster, Brillen oder Möbel werden noch nicht allzu lange verwendet. Glas als Dekorationsmaterial wurde als Designelement bereits bei den alten Römern eingesetzt. Jedoch ist Design nicht unter der heutigen Definition zu verstehen. Die alten Römer benutzten in Glas eingeschlossene kleine Fremdkörper als Schmuckstücke und Geschenkgaben zu besonderen Anlässen.

Geheime Rezepturen für die Herstellung

Das Herstellungsverfahren für elegante und einzigartige Glasknöpfe hat sich im Laufe der Zeit immer weiter verfeinert. Über Jahrzehnte wurden die Rezepte weiter verbessert. Dazu trugen die im 17. Jahrhundert bestehenden Knopf-Zünfte bei. Natürlich gab es dabei auch eine spezielle Knopf-Zunft nur für Glasknöpfe. Dabei blieben die konkreten Herstellungsschritte über Generationen hinweg streng geheim. Insbesondere die genaue Zusammensetzung der einzelnen Glas-Zutaten ist ein bis heute wohl behütetes Geheimnis.

Aus reinen Naturmaterialien gezaubert

Glasknöpfe werden in einem aufwendigen und komplizierten Herstellungsverfahren gefertigt. Dabei war und ist Glas als Material schon immer ein Naturprodukt, da dieses ausschließlich reine und natürliche Rohstoffe besitzt: Soda, Kieselerde, Quarzsand und Pottasche. Jeder Glasknopf ist für sich genommen – aufgrund der individuellen Zusammensetzung der Rohstoffe – einzigartig. So bestimmt die Zusammensetzung der einzelnen Rohstoffe wie die spätere Farbe des Glasknopfes ist. Wie bei Glasflaschen kann durch unterschiedliche Beimischungen grünes, braunes, blaues oder weißes Glas entstehen. Natürlich sind auch viele Farbnuancen dazwischen möglich.

Bei 1000 Grad wird die Form festgelegt

Die Rohstoffe werden fein gemahlen, miteinander gut vermischt und bei 1400 Grad Celsius komplett geschmolzen. Bei leicht geringer Temperatur ist die Glas-Masse noch heiß genug, um diese zu formen, jedoch nicht mehr so flüssig, dass diese komplett verläuft. Dieser Zustand ist bei 1000 Grad Celsius erreicht, bei der die noch heiße Glas-Masse geformt wird. Dabei erhält die Glas-Masse ihre endgültige Form: Egal ob rund, als Kugel oder in Streifen gezogen. Genau zu diesem Zeitpunkt wird auch festgelegt, ob der Glas-Rohling später glänzen oder matt bleibt. Durch verschiedene Veredelungsbäder aus Wasser oder Säuren bekommen die Glasknöpfe bereits ihr Funkeln.

Schliff und Gravur als Veredelungsarten

Nach der eigentlichen aufwendigen und komplizierten Herstellung der Glas-Rohlinge ist die Weiterverarbeitung jedoch recht leicht. Besonders heutzutage werden den Glas-Rohlingen noch weitere Rohstoffe beigemischt, die diese vor zu schnellem Bruch schützen. Dies erhöht die Widerstandsfähigkeit der späteren Glasknöpfe bei den nun folgenden Veredelungsschritten. Bei der Veredelung wird zwischen dem Schliff und der Gravur unterschieden. Durch Schliff werden Formen in den Glas-Rohling erzeugt. Der einzigartige Glanz von Diamanten entsteht beispielsweise aufgrund von Schliffen in diesen Stein. Gravuren hingegen folgen weniger wiederkehrenden Formen, sondern orientieren sich an individuellen Vorgaben wie beispielsweise die Gravur eines Namens in einem Ring.

Vermischung von Glas mit Metallen

Die nun fertig geformten und veredelten Glas-Knöpfe besitzen von sich aus schon einen eleganten Blickfang und heben sich von einfachen Knöpfen stark ab. Die Glasknöpfe eignen sich aber auch in diesem Zustand perfekt für die Bemalung mit Farben. Viele Glasknöpfe werden in diesem Zustand zudem in Metall-Hülsen gesteckt. Wenn bei der vorherigen Produktion Bleikristall als Rohstoff zugemischt wurde, sind nun Glasknöpfe entstanden, die eine sehr hohe Ähnlichkeit mit Edelsteinen besitzen und mit diesen häufig verwechselt werden. Heutzutage ist diese Art der Edelsteinknöpfe als Strass-Steine bekannt und werden zur Zierde auf Stoffen gesteckt.

Glasknöpfe für ein edles Auftreten

Glasknöpfe besitzen die verschiedensten Einsatzzwecke. Galten sie zu Zeiten der alten Römer noch als Statussymbol, wurden sie im 17. Jahrhundert als Schmuck für festliche Gewänder eingesetzt. Heutzutage werden Glasknöpfe als Accessoire und als hochwertiges Detail an Kleidern und Gegenständen verwendet und schmücken Unscheinbares dezent, ohne aufdringlich zu wirken. Mit Glasknöpfen werden Kleidern eine individuelle Note verliehen und hauchen unifarbenen Stoffen ein edles und klassisches Leben ein.

Dieser Artikel ist der 5. Teil unserer Knopf-Reihe. In Teil 1 haben wir unsere Knopf-Liebe in einem Gedicht auszudrücken versucht. Im 2. Teil versuchten wir den Erfinder des Knopfes ausfindig zu machen. Dem 3. Teil widmeten wir den Kopfmachern. Um Knopf-Trends aus der Vergangenheit ging es im 4. Teil.

Falls Du jetzt Lust bekommen hast, mit den Glasknöpfen aus Deiner Knopf-Sammlung ein edles Kleid zu nähen : In unserem Shop haben wir das passende Material für die nächste Bastel-Session! Wir wünschen Dir viel Spaß und Neugier!

P.S.: Schau mal bei Pinterest oder Instagram nach, was andere Gleichgesinnte mit unseren tailorcrate-Materialien gemacht haben! Dabei kannst Du Dich für Dein nächstes Projekt inspirieren lassen.

 

Dein tailorcrate Team aus Braunschweig!

Trage dich in unserem Newsletter ein!

[et_bloom_inline optin_id=“optin_7″]